Vormerken: LEBEN UND TOD in Freiburg – Oktober 2026

Digitaler Sticker Ich bin dabei

Die Messe »LEBEN UND TOD« findet in diesem Herbst wieder in den Messehallen in Freiburg statt: am Freitag, den 16. und Samstag, den 17. Oktober 2026.

Leitthema ist in diesem Jahr »Grenzgänge«: Beleuchtung von Spannungsfeldern am Lebensende, Autonomie, Fürsorge sowie dem Einfluss von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz auf Erinnerungskultur und Abschied.

Der Atem als Grundlage des Menschseins im digitalen Zeitalter

Das ist der Titel meines Workshops am Freitag den 16. Oktober 2026 von 10 Uhr bis 11:30 Uhr

Der Atem steht symbolisch für das, was Leben ausmacht: Lebendigkeit, Verletzlichkeit, Bewusstsein und Spiritualität.

Digitaler Dauerstress, Informationsflut und ständige Erreichbarkeit führen oft zu oberflächigem, unbewusstem Atmen, zu Anspannungen und zu digitaler Entkörperlichung. Der Körper rückt dabei in den Hintergrund – »wir leben im Kopf«.

Der Atem macht die Verletzlichkeit, Endlichkeit und Abhängigkeit des Menschen sichtbar. Kein Avatar und keine KI kann die Menschlichkeit, sowie die leibliche und spirituelle Existenz ersetzen. Genauer Betrachtet ist der Atem kein Nebenprozess, sondern die Grundvoraussetzung jeder menschlicher Aktivität – auch der digitalen.

Denken, Wahrnehmen, Fühlen und Entscheiden sind direkt an Atmung gekoppelt. Diese Abhängigkeit wird in der zunehmenden technischen Umwelt oft unsichtbar, körperlich-seelisch-geistig aber umso sichtbarer.

Der bewusste Atem wird zu einer gelebten täglichen Praxis der Atemwahrnehmung, Selbstverbindung, Präsenz, Entschleunigung, Regulation von Angst und Überforderung und wirkt wie ein Reset für das Nervensystem.

Der Mensch atmet, empfindet, leidet und erlebt. Der Atem entzieht sich der Berechnung durch seine Nähe zur Endlichkeit.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 30 begrenzt.